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Das Wunder ist perfekt: Oberliga!

Wer hätte das gedacht? Im Dezember noch Bezirksliga-gefährdet, stehen die Kirchheimer Basketballer nun in der Oberliga. Möglich gemacht hat das ein toller Auftritt beim 67:54 im Aufstiegs-Rückspiel in Schwäbisch Gmünd – und eine sensationelle Entwicklung des gesamten Teams.

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Die Helden von Gmünd: Tim Auerbach (18/3), Cveti Bozic (6), Labinot Haziri, Mirsad Haziri (7/1), Tiziano Palmieri (11/2), Tim Schmauder (8/1), Chris Schmidt (5/1), Kevin Wanzke, Marco Wanzke (5/1), Erik Weßelborg (3), Kiri Engonidis (4).

Das Tüpfelchen auf dem „i“ war am Ende tatsächlich die Addition von Knights-Assistant-Coach Miguel Rodriguez nach dem 64:64 im Hinspiel vor zwei Wochen. Der Spanier hatte sich das Spiel angeschaut, daraus entstand spontan der Plan, dem Team jetzt schon zu helfen. Denn dass Rodriguez in der kommenden Saison die Erste übernehmen sollte, hatten der VfL mit Abteilungsleiter Marco Wanzke und die Knights mit den Geschäftsführern Bettina Schmauder und Chris Schmidt bereits angedacht.

Wanzke: „Er hat mir angeboten, mich zu unterstützen, also besprachen wir einige Dinge, die bis zum Rückspiel verbessert werden mussten. Aus dieser Hilfe wurden Trainingseinheiten und aus den Einheiten dann auch die Coachingrolle beim Rückspiel.“

Rodriguez dazu: „Wir haben uns auf drei wichtigen Themen fokussiert: Rebounds, Low post defense, schneller spielen – alles drei hat gut funktioniert.“

Natürlich nur, weil das Team auch mitzog. Wanzke: „Wir hatten sage und schreibe acht Trainingseinheiten in diesen zwei Wochen. Nur bei einer davon waren weniger als acht Leute dabei.“

Durch diese nahezu perfekte Vorbereitung war der VfL nicht nur als Team besser und harmonischer, tatsächlich konnte sich auch jeder einzelne Spieler individuell steigern!

Das zeigte sich noch nicht so deutlich im ersten Viertel, als die Gastgeber mit ihrer ersten Fünf gut dagegenhielten, der Schwerpunkt auf der Defensive lag und vorne die ein oder andere gute Chance verschenkt wurde. Dennoch führte der VfL 11:9, oberligareif war das auf beiden Seiten aber noch nicht.

Was sich beim VfL änderte! Mirsad Haziri, Tim Schmauder und Tim Auerbach trafen von draußen, das 22:15 (13.) war ein sehr gutes Beruhigungsmittel für die Nerven.

Jetzt spielten allerdings die Schiedsrichter eine gewisse Rolle. Wanzke: „Das war Wahnsinn, die Sache mit den Freiwürfen!“ Neun Würfe bekam der TSB in den nächsten sechs Minuten zugesprochen, auf der anderen Seite Fehlanzeige – den ersten Marsch zur Linie erlebte der VfL in der 30. Minute!

Gmünd verkürzte auf 24:22, doch Tiziano Palmieri schloss die Halbzeit sensationell: Sieben Punkte des 17-jährigen Kirchheimers in Serie ergaben den Pausenstand von 31:22 – das war doch schon mal was!

Klar war, dass der Gegner nicht klein beigab. Vor allem Edgar Malsam, der bullige Power Forward, übernahm jetzt, er führte seine Farben zum 36:36 nach 29 Minuten. Doch erneut schloss der VfL das Viertel besser ab! Dreier von Palmieri und Wanzke stellten das Ergebnis auf 42:36, vor den letzten zehn Minuten dieser Saison war beim 42:40 aber noch gar nichts entschieden.

Doch nun machte sich die deutlich größere Ausgeglichenheit und das gute Coaching durch Rodriguez bemerkbar: Nach dem 44:43 erlahmten die Kräfte der Gastgeber, Kirchheim war hellwach! Das 53:44 (34.) war eine kleine Vorentscheidung, nach dem Konter des TSB zum 57:52 (39.) blieb dem nicht anderes mehr übrig, als die Uhr per Foul zu stoppen. Der VfL bekam 14 Freiwürfe, allein Tim Auerbach traf sieben von zehn – das war’s!  

Überglücklich natürlich auch Coach Miguel Rodriguez: „Ich bin sehr stolz auf diese Gruppe, sie haben es absolut verdient. Sie haben sehr gut trainiert!“ Und er gab auch schon mal einen Ausblick in die Zukunft: „Die Chancen, dass ich die Erste trainiere, stehen gut. Die Vorbereitung und das Spiel haben viel Spaß gemacht. Wir wollen natürlich eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenstellen.“ ut

VfL: Auerbach (18/3), Bozic (6), Engonidis (4), L. Haziri, M. Haziri (7/1), Palmieri (11/2), Schmauder (8/1), Schmidt (5/1), K. Wanzke, M. Wanzke (5/1), Weßelborg (3).

TSB: Algieri, Bretz (17), Buchmiller, Cholkin, Filipovic, Heinrich (4), Hieber, Lovic (20/2), Malsam (13/2), Pavlidis.


Ein echtes Endspiel – leider auswärts

Am Sonntag um halbvier gilt’s! Beim Rückspiel beim TSB Schwäbisch Gmünd geht es für die Erste der VfL-Basketballer um den Aufstieg in die Oberliga.

Schluss-Sirene, 64:64, keine Verlängerung! Das war das Ende des ersten Aufstiegsspiels zur Oberliga Württemberg vor zwei Wochen in der Sporthalle Stadtmitte, über 150 Zuschauer fühlten sich um einen Sieger betrogen. Doch die Verlängerung, das echte Endspiel, folgt: Am Sonntag um 15.30 Uhr in der Römersporthalle in Schwäbisch Gmünd-Straßdorf (Wallenstraße) – also leider auswärts.

Aber wahrscheinlich doch mit einigen Fans. Spielertrainer Marco Wanzke hofft das: „Nochmals ein Riesen-Dankeschön für die tolle Unterstützung beim Hinspiel, besonders an die Knights-Supporter. Es wäre toll, wenn wir auch diesmal so angefeuert werden, schließlich ist am Sonntag fast kein Fußball und auch sonst kaum Sport.“

Das Kirchheimer Team scheint auf den ultimativen Showdown vorbereitet. Wanzke: „Nach zwei besseren Trainingswochen und ohne größere Verletzungen sind alle im Team heiß auf das Rückspiel.“

Als wichtigste Verstärkung ist Knights-Physiotherapeut Erik Weßelborg wieder dabei, der beim Hinspiel wegen einer Wochenend-Fortbildung fehlte und unter dem Korb schmerzlich vermisst wurde. Vielleicht kann sogar Dominik Eberle noch einmal eingreifen, der Oberliga-erfahrene, aber jetzt auch schon 35-jährige Routinier, der zuletzt verletzt ausfiel.

Hilfe am Brett scheint dringend nötig, das weiß Wanzke: „Der Gegner wird versuchen, seine körperlichen Vorteile von der ersten Sekunde an auszunützen. Aber wir lassen uns kein zweites Mal überraschen.“

Schwäbisch Gmünd hatte das Hinspiel beim 37:52 (25.) ja schon im Sack, als sich Spielertrainer Victor Buchmiller und Topscorer Edgar Malsam zu Meckereien hinreißen ließen und ausgeschlossen wurden. Der VfL nutzte die klare Schwächung zunächst gut (55:56, 31.), am Ende aber keineswegs optimal.

Auf eine Wiederholung solcher Aussetzer (mit zugegeben überzogener Bestrafung) sollte sich Kirchheim auf keinen Fall verlassen! Mit BBW-Vizepräsident Sebastian Boschert (Stuttgart) wird ein souveränerer Schiedsrichter als zuletzt das Spiel leiten, ihm zur Seite steht mit Kai Simmendinger (Ulm) ein ebenfalls sehr erfahrener Referee.

Außer auf den Kampf unter dem Korb könnten sich beide Teams übrigens auch auf die Freiwürfe konzentrieren. Da waren die Quoten beim Hinspiel gewiß nicht oberligareif: Der VfL (7:18) und der TSB (10:21) blieben beide unter 50 Prozent1! ut

VfL: Auerbach, Bozic, Eberle (?), Engonidis, L. Haziri, M.Haziri, Palmieri, Schmauder, Schmidt, K. Wanzke, M. Wanzke, Weßelborg.


Was für ein Krimi! Tolles Drehbuch, wahnwitzige Spannung, leider viele schwache Darsteller...

Gut 150 Zuschauer peitschten die VfL-Basketballer nach vorne, am Ende reichte es wenigstens zu einem 64:64-Unentschieden im ersten von zwei Aufstiegsspielen zur Oberliga Württemberg gegen den TSB Schwäbisch Gmünd. Leider spielten die Schiedsrichter bei diesem Krimi unnötige Hauptrollen.

Teckboten-Version

Die wahrscheinlich entscheidende Szene spielte sich in der 26. Minute ab, die Gäste führten 52:40. Schiedsrichter Rampp pfiff bei einem Kampf um den Ball unter dem Kirchheimer Korb ein unsportliches Foul gegen den Gmünder Edgar Malsam. Da der kräftige Allrounder drei Minuten zuvor wegen „Meckerns“ schon ein Technisches Foul kassiert hatte, musste der erfolgreichste Scorer des TSB vom Platz. Dazu gab Spielertrainer Viktor Buchmiller einen Kommentar ab, was ihm vom anderen Schiedsrichter Vlach ein „T“ einbrachte. Auch er hatte sich drei Minuten zuvor bereits echauffiert: „Was für ein Kindergarten!“. Mit seinem zweiten Technischen Foul musste also auch er die Halle verlassen.

Was das Spiel natürlich völlig umdrehte. Denn Gmünd war nur mit acht Spielern angereist, drei davon deutlich schwächer als die ersten Fünf. Und hatte das Spiel dominiert.